Die Konstruktionen werden in einem 4-Stufen-Verfahren in einer modernen Anlage beschichtet, welches einen maximalen
Korrosionsschutz für alle Klimazonen gewährleistet:
● Wertbeständiger Korrosionsschutz
- Gesamtschichtdicke mind. 240 µm
- Anforderungen an Korrosionsschutzbelastungen werden nach
DIN EN ISO 12944-2 - C4 bis C5 erfüllt à für alle Klimazonen geeignet
- sehr hohe mechanische Widerstandsfähigkeit à kratzfest
- sehr hohe Witterungs- und
Chemikalienbeständigkeit à lichtecht
● Verzugsfreies Verfahren
Die geringe Wärmemenge bei Lichtbogenverzinkung verhindert die
thermische Verformung der Konstruktionsteile.
● Bewitterungsfreier Herstellungsprozess
Bewitterung der Konstruktion auf Transportwegen ist ausgeschlossen, da
alle Bearbeitungsschritte in unserem Unternehmen erfolgen.
● Erstklassige Oberflächenhaptik
- luftdicht geschweißte Konstruktion
- keine Zinklöcher in der Oberfläche
- plangeschliffene Schweißnähte (Gehrungsecken) treten nach der
Verzinkung nicht wieder hervor
- keine Verwerfungen durch Zinklunker in der Oberfläche
● Einzigartiges Beschichtungsfließband für besonders große Bauteile
- Bauteillänge max. 28 m
- Bauteilhöhe max. 3 m
- Bauteilbreite max. 1 m
- Bauteilgewicht max 5,0
● Umweltschonendes Verfahren
- keine Verwendung von Lösungsmittel
- Wiedergewinnung des Oversprays
Verfahrensbeschreibung TORWERK-Langzeit-Korrosionsschutz
STUFE 1: Vorbereitung - Metallblankstrahlung der Stahloberfläche
Grundvoraussetzung für das optimale Auftragen von Korrosionsschutzschichten auf Stahloberflächen bildet die gründliche
Reinigung. Alle Stahlteile werden gemäß DIN 55928 Teil 4, Stufe Sa3, metallblank gestrahlt, um eine Oberfläche mit definierter Rautiefe zu
erzielen. Diese Oberflächenstruktur bildet die perfekte Grundlage für das Aufbringen des nachfolgenden Korrosionsschutzes.
STUFE 2: Erste Schicht - Oberflächenverzinkung im Lichtbogenverfahren
Unmittelbar nach der Metallblankstrahlung wird Zink auf die gereinigte Stahloberfläche durch elektrische Lichtbogenverzinkung gemäß DIN 8565 und DIN 8566 appliziert. Beim Lichtbogenspritzen wird der extrem heiße, flüssige Zink mit der
rauen Stahloberfläche verschmolzen. Dadurch wird eine festhaftende Beschichtung erzielt. Ein entscheidender
Vorteil der Lichtbogen-verzinkung ist die geringe Wärmemenge, die auf die Stahloberfläche einwirkt, wodurch thermischer Verzug, wie z. B. bei einer
Feuerverzinkung, des Materials verhindert wird. Ein weiterer Vorteil ist die sofortige Weiterbehandlung durch
Pulverbeschichten ohne Wartezeiten oder Nachbehandlung der Oberfläche.
STUFE 3: Zweite Schicht - Erste Kunststoffbeschichtung
Direkt im Anschluss an die Verzinkung erfolgt das Auftragen einer Grundierung mittels Pulverbeschichtung. Diese Schicht
besteht aus einem besonders haftfähigen und dauerelastischen Kunststoff, der die Haftungseigenschaften zwischen Zinkoberfläche und Deckschicht optimiert,
die Oberflächenstruktur der Deckfarbe ebnet und somit einen weiteren dauerbelastbaren Korrosionsschutz erzielt. Durch nachträgliches Einbrennen der aufgetragenen Masse verläuft die Schicht gleichmäßig und verbindet sich zu einer kompakten
Oberflächen-beschichtung.
STUFE 4: Dritte Schicht - Zweite Kunststoffbeschichtung
Im letzten Schritt wird die Sekundärschicht mittels Pulverbeschichtung aufgetragen. Diese Schicht besteht ebenfalls aus
einem speziellen Kunststoff, der durch seine Zusammensetzung nicht nur den gewünschten Farbton, sondern auch durch seine besondere
Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Einflüssen und widrigsten Umweltbedingungen dem Produkt eine
langjährige gute Optik und Oberflächenbeständigkeit verleiht.
Es können nicht nur jeder gewünschte Farbton auf Basis von RAL- und DB- Normen hergestellt werden, sondern auch
Sonderbeschichtungen, z. B. in RAL-Design und Metallic-Effekten. Das Spektrum an Möglichkeiten ist hier nahezu unbegrenzt.